Park Sanssouci in Potsdam | Sehenswürdigkeiten

Park Sanssouci, Potsdam, Park
Schwäne im Park Sanssouci

Der Park Sanssouci ist, mit seiner circa 290 Hektar großen Parkfläche und seinen vielen Schlössern und Bauwerken unterschiedlicher Stilrichtungen, eine der schönsten Parklandschaften Deutschlands und ein wahrer Besuchermagnet. Viele Besucher kommen gerade deshalb nach Potsdam – um Sanssouci zu besuchen. Wir möchten Ihnen hier den Park und die Sehenswürdigkeiten vorstellen und Ihnen dazu einigen Informationen geben.

Schöpfung der Bau- und Gartenkunst im Park Sanssouci

Der Schlosspark von Sanssouci (frz. sans souci = ohne Sorge) ist eine Schöpfung der Bau- und Gartenkunst und gilt als Werk von Friedrich II., König von Preußen. Er war es, der den Park ab 1744 errichten und gestalten ließ. Der Park hat sich nicht von heute auf morgen, sondern über 250 Jahre entwickelt. Unterschiedliche Gartenkünstler waren bei der Errichtung, der Erweiterung und den Umgestaltungen des Parks beschäftigt. Darunter waren unter anderem Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, Heinrich Christian Eckstein, Peter Joseph Lenné und Gottlob Schulze. Seit 1990 gehört der Park zum Welterbe der UNSECO.

Geschichte des Park Sanssouci

Beginnend ab dem Jahre 1744 ließ Friedrich der Große das Schloss Sanssouci und die umgebende Anlage des östlichen Parks errichten. Friedrich kannte bereits viele Schlösser und Parkanlagen, studierte Bücher und Pläne. Bemerkenswert ist, dass er für viele Bauwerke eigenhändige Skizzen anfertigte. Zudem ließ er sich gerne aus anderen Ländern inspirieren und übernahm Ideen und Anregungen in die Parkgestaltung auf.

friderizianische Lustgarten

Das Kernstück bildet zum einen der westlich des Obelisken regelmäßige friderizianische Lustgarten. Dieser wurde zwischen 1744-57 errichtet. Die Weinbergterrassen nordwestlich des Marlygartens gehören ebenfalls zum Kernstück. Der Marlygarten war im Übrigen der alte Küchengarten seines verstorbenen Vaters Friedrich Wilhelm I.. Von dem Weinberg auf dem er das Schloss Sanssouci errichten ließ konnte Friedrich einen wundervollen Ausblick auf Potsdam und die Umgebung genießen. Deshalb ließ er sich auch auf dem Weinberg eine Gruft anlegen, in der er begraben werden wollte.

sentimental-landschaftliche Rehgarten

Der westlich anschließende sentimental-landschaftliche Rehgarten wurde zwischen 1745 bis 1763 angelegt. Hier ließ er den alten Fasanen- und Rehgarten bepflanzen und Skulpturen aufgestellt. Dieser führt bis zum Neuen Palais und um das Belvedere auf dem Klausberg.

Erweiterungen und Modernisierungen

Die ersten landschaftlichen Modernisierungen fanden 1787 und 1822 statt. 1826 bzw. 1827 erfolgte eine Erweiterung des Parks mit dem Park Charlottenhof sowie 1827/28 mit den Neuen Anlagen (Hopfengarten). Weitere Veränderungen des Parks gab es nach 1840, wo die friderizianischen Gartenteile verändert wurden und der Marlygarten im landschaftlichen Stil umgestaltet wurden (1845-1847). Im Zuge der Triumphstraßenplanung wurden der historistische Sizilianische und Nordische Garten geschaffen. Zwischen 1853-70 wurden zudem die Gartenanlagen um die Orangerie geschaffen.

Zwischen den Jahren 1902 und 1908 wurde der Park durch das sogenannte Potente-Stück (inspiriert durch die nordischen Landschaften) arrondiert. Mit der Maulbeerallee mit der Jubiläumsterrasse erfolgten 1913 letzte Veränderungen.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten & Schlösser

Neben dem Park und Schloss Sanssouci gibt es unzählige weitere Sehenswürdigkeiten im Park. Zu nennen sind zum Beispiel das Neue Palais, die Orangerie oder das chinesische Teehaus im Park Sanssouci.

Schloss Sanssouci

Potsdam, Schloss Sanssouci
Potsdam Schloss Sanssouci

Das Schloss Sanssouci ist der Höhepunkt jeder Potsdam Reise. Lassen Sie sich verzaubern von dem Sommerschloss von Friedrich II. und den Weinbergterrassen.

Neues Palais

Neues Palais im Park Sanssouci
Neues Palais im Park Sanssouci

Die letzte Schöpfung Friedrichs – das Neue Palais – die Fanfaronade, wurde in den Jahren 1763-1769 anlässlich dem beendeten Siebenjährigen Krieg Preußens erbaut. Baumeister für Friedrich den Großen waren unter anderem Büring, Manger sowie Gontard. Der schöne Rokoko Bau steht im Westen und bildet hier den Abschluss des Parks. 

Orangerieschloss

Potsdam, Orangerie
Orangerie

Die Orangerie oder das Orangerieschloss wurde 1851 bis 1860 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. durch Persius erbaut. In dem 300 Meter langen Bau spiegelt sich die italienische Renaissance wieder.

Chinesische Teehaus

Teehaus, Potsdam
Teehaus im Park Sanssouci

Friedrich der Große ließ in der Nähe seines Sommerschlosses Sanssouci den kleinen chinesischen Pavillon errichten. Um das Chinesische Teehaus diesen sind lebensgroße, vergoldete Sandsteinfiguren musizierender und speisender Chinesen gruppiert.

Schloss Charlottenhof

Potsdam, Park, Schloss Charlottenhof
Schloss Charlottenhof

Das nach Vorbild italienischer Landvillen gestaltete Schloss Charlottenhof ist ein klassizistisches Sommerschloss. Es gehörte Kronprinz Friedrich Wilhelm IV. und seiner Gemahlin Elisabeth. Es wurde ursprünglich von 1756 bis 1758 durch Johann Gottfried Büring erbaut. Später, 1826 bis 1826, wurde es durch Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius zu einem Schloss umgestaltet.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Freundschaftstempel, Potsdam
Freundschaftstempel

Freundschaftstempel im Park Sanssouci

Der Freundschaftstempel ist ein kleiner Rundtempel im westlichen Teil des Parks in Potsdam, nahe dem Neuen Palais. Er wurde durch den preußische König Friedrich II. zum Andenken an seine 1758 verstorbene Lieblingsschwester, die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, errichtet. In der Nähe des Neuen Palais, südlich der Hauptallee, schuf Carl von Gontard zwischen 1768 und 1770 den Pavillon als Gegenstück zu dem in einer Achse nördlich der Allee gelegenen Antikentempel.

Antikentempel im Park Sanssouci

Der Antikentempel ist ein kleiner Rundtempel im westlichen Teil des Parks Sanssouci in Potsdam. Friedrich der Große ließ das Gebäude zur Aufbewahrung seiner Sammlung antiker Kunstgegenstände, Münzen und Gemmen errichten. In den Jahren 1768/69 schuf Carl von Gontard das in der Nähe des Neuen Palais, nördlich der Hauptallee, gelegene Gebäude. Es ist als Pendant zu dem in einer Achse südlich der Allee erbauten Freundschaftstempel zu sehen. Ab 1921 wird der Antikentempel als Mausoleum für Mitglieder des Hauses Hohenzollern genutzt. Aus diesem Grund ist er für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

Potsdamer Schlössernacht im Park Sanssouci

Einmal im Jahr erhält der Park durch die Potsdamer Schlössernacht eine besondere Atmosphäre. Durch eine beeindruckenden Beleuchtung der zahlreichen Schlösser und Bauten des Parks kann man den Park aus anderen Blickwinkeln erkunden. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, können Sie in dem verlinkten Beitrag Informationen zur Potsdamer Schlössernacht und zum Erwerb von Schlössernacht-Karten erhalten.

Adresse des Park Sanssouci

Zur Historischen Mühle 1, 14469 Potsdam

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Informationen zu den Öffnungszeiten, zu den Eintrittspreisen und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie hier.

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Offizielle Informationen erhalten Sie auf den Seiten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

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