Marmorpalais, Neuer Garten, Potsdam

Marmorpalais im Neuen Garten

Das Marmorpalais im Neuen Garten in Potsdam, direkt am Ufer des Heiligen Sees, ist ein faszinierendes Meisterwerk des Frühklassizismus. Errichtet zwischen 1787 und 1793 als Sommerresidenz von König Friedrich Wilhelm II., beeindruckt das Schloss mit seiner eleganten Architektur und prachtvollen Innenausstattung. Nach umfassender Restaurierung erstrahlen Grottensaal, Konzertsaal und die Wohnräume des Königs in neuem Glanz und sind reich an Kunstschätzen, darunter kostbare Wedgwood-Keramik. Erkunden Sie das romantische Ambiente und die weitläufige, nach englischem Vorbild gestaltete Parkanlage, die historische Einblicke und atemberaubende Ausblicke bietet. Erleben Sie die Pracht des Marmorpalais hautnah – Tickets & Informationen erhalten Sie hier.

Ein Ticket für alle Schlösser: sanssouci+ Ticket (einschließlich dem Marmorpalais)

Marmorpalais Potsdam: Sommerresidenz Friedrich Wilhelm II.

Das Marmorpalais liegt malerisch auf einer Terrassenanlage direkt am Ufer des Heiligen Sees im Neuen Garten und ist ein faszinierender Anziehungspunkt. König Friedrich Wilhelm II. ließ dieses mit schlesischem Marmor verkleidete Bauwerk von 1787 bis 1793 als Sommerresidenz errichten. Architekt Carl von Gontard schuf damit das erste und einzige preußische Königsschloss im Stil des Frühklassizismus. Schloss und Garten dienten dem kunstsinnigen König, der den Rosenkreuzern nahestand, als privater Rückzugsort.

Später wohnten dort das spätere Kaiserpaar Wilhelm II. und anschließend Kronprinz Wilhelm mit seiner Familie bis 1917. Nach einer Phase als Schlossmuseum erlitt das Gebäude im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden. Zwischen 1961 und 1989 wurde es in der DDR als Armeemuseum genutzt. 1988 begann die umfassende Restaurierung des Marmorpalais. Bund und Länder förderten die Sanierung mit 11,5 Millionen Euro. Im Rahmen des Masterplans der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten waren bis 2013 weitere Baumaßnahmen geplant, insgesamt wurden 13,5 Millionen Euro für die Gesamtsanierung veranschlagt.

Die weitläufige, nach englischem Vorbild gestaltete Anlage des Neuen Gartens bietet beeindruckende Ausblicke in die Havellandschaft bis zur Pfaueninsel. Zahlreiche kleine, mystische Gartenarchitekturen wie die Pyramide spiegeln die Vorlieben des einstigen Bewohners wider.

Marmorpalais Potsdam: Architektur & Innenausstattung

Die Innenausstattung des Marmorpalais, entworfen unter anderem von Carl Gotthard Langhans, ist von antikem Formengut inspiriert. Zahlreiche Marmorkamine und antike Skulpturen wurden eigens in Italien erworben. Die Räume sind eng mit der ländlichen Idylle der Umgebung verknüpft, mit kostbaren Intarsien und hochwertigen Holzfußböden aus einheimischen Hölzern. Feine Seidenbespannungen, zwei Standuhren aus dem Nachlass der Madame Pompadour und eine umfangreiche Sammlung hochwertiger Keramikvasen aus der englischen Wedgwood-Manufaktur bereichern die exquisite Ausstattung.

Das Vestibül aus verschiedenfarbigem Marmor, der Grottensaal am Wasser und der beeindruckende Konzertsaal gehören zu den Höhepunkten der frühklassizistischen Räume des Schlosses, die größtenteils noch im Original erhalten sind. Das fast vollständig renovierte Marmorpalais besticht durch seine kunstvollen Bögen, die jeden Raum einzigartig machen. Zu den architektonischen Schmuckstücken im Neuen Garten zählen die Orangerie, die Holländischen Etablissements, das Schindelhaus und die Gotische Bibliothek.

Das Wechselspiel von unverputztem Backstein und edlem Marmor verleiht dem Bauwerk seine besondere Wirkung. Der für den Bau verwendete Marmor stammte aus den umfangreichen Beständen, die Friedrich II. für seine Schlösser erworben hatte. Als später zusätzlicher Marmor benötigt wurde, musste eine wertvolle Kolonnade im Park Sanssouci weichen.

Die Innengestaltung des Schlosses wurde Carl Gotthard Langhans anvertraut, der auch das Brandenburger Tor in Berlin entworfen hat. Nach dem Tod Friedrich Wilhelms II. diente das Marmorpalais immer wieder als Wohnschloss für Mitglieder des Hauses Hohenzollern, wobei der ursprüngliche Charakter der Innenausstattung bis heute bewahrt blieb.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel das Schloss unter sowjetische Verwaltung und wurde 1961 von der DDR als Armeemuseum genutzt, umgeben von Kriegsgerät wie Kanonen, einem Flugzeug und einem Schnellboot. Ende der 1980er Jahre wurde das Museum geschlossen.

Nach umfassender Restaurierung ist das Marmorpalais einschließlich der Seitenflügel wieder vollständig zugänglich. Der Grottensaal, der Konzertsaal und die Wohnräume des Königs sind prachtvoll mit Intarsien, Seidenbespannungen, Stukkaturen, Marmorkaminen, Gemälden und Kunsthandwerk ausgestattet. Besonders hervorzuheben ist die kostbare englische Wedgwood-Keramik.

Marmorpalais, Neuer Garten, Potsdam
Marmorpalais im Neuen Garten in Potsdam

Marmorpalais Potsdam: Tickets & Führungen

Ein Ticket für alle Schlösser: sanssouci+ Ticket (einschließlich dem Marmorpalais)
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