Im Auftrag des Prinzen Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seiner Gemahlin Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar entstand ab 1833 am Havelufer der Park Babelsberg. Der Park zählt neben dem Neuen Garten und dem Park Sanssouci zu den großen Parklandschaften und Sehenswürdigkeiten der Stadt Potsdam. Seit 1990 gehört er zudem zum UNESCO-Welterbe.

Park Babelsberg mit neogotische Schloss Babelsberg

Der Park Babelsberg verfügt über eine Fläche von rund 124 Hektar. Er wurde durch Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau gestaltet. Er liegt direkt am Tiefen See und Glienicker Lake und verfügt über einige wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Park Babelsberg verfügt über eine sehr hohe gartenkünstlerische Bedeutung.

Das bekannteste ist das Schloss Babelsberg. Das Schloss – jedoch deutlich kleiner als die heutige Variante – wurde bereits zwischen 1833 bis 1835 durch Karl Friedrich Schinkel geschaffen. Wilhelm I., ab 1861 preußischer König und ab 1871 deutscher Kaiser, war es der Karl Friedrich Schinkel mit dem Bau des ersten Schlossbaus. Das Schloss sollte als Sommerresidenz dienen und wurde im Stil der englischen Neugotik errichtet.

Einige Jahre später wurde es durch die Architekten Ludwig Persius und Johann Heinrich Strack erweitert. Dies erfolgte auf Grund von der veränderten Stellung von Wilhelm I. in den Jahren 1844–1849. Der Bau selbst verfügte am Ende über 99 Zimmer. Charakteristisch sind heute die Lanzettfenstern, Spitzbögen, polygonalen Türmchen und Erkern im Stil der englischen Gotik.

Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde das Ufer zum Glienicker Lake mit umfangreichen Grenzsicherungsanlagen vom Park abgetrennt und der Uferweg nicht mehr öffentlich betretbar. Erst mit dem Fall der Mauer wurde dies wieder zurückgebaut und ist heute wieder öffentlich zugänglich.

Weitere Sehenswürdigkeiten des Park Babelsberg

Neben dem Schloss Babelsberg findet sich folgende Sehenswürdigkeiten im Park.

  • Dampfmaschinenhaus
  • Kleines Schloss
  • Marstall
  • Matrosenhaus und Flatowturm
  • Gerichtslaube und Siegessäule

Darüber hinaus kann man vom Ufer spektakuläre Blicke u.a. auf die Glienicker Brücke und zum Schlosspark Glienicke erhalten. Vom Schloss und anderen höher gelegenen Aussichtspunkten erhält man zudem einen tollen Ausblick über Potsdam.

Öffnungszeiten

Ganzjährig täglich 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

Eintritt und Parkeintritt

Der Eintritt in den Park ist kostenfrei. Es besteht wie beim Park Sanssouci die Möglichkeit eines freiwilligen Beitrags zur Unterstützung von Erhalt und Pflege der Gartenanlagen.

Adresse

Park Babelsberg
Schlosspark Babelsberg
14482 Potsdam

Touren & Führungen durch den Neuen Garten

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