Orangerie im Park Sanssouci in Potsdam

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Orangerie im Park Sanssouci Potsdam

Hier erhalten Sie Informationen zur Orangerie bzw. zum Orangerieschloss im Park Sanssouci in Potsdam. Es ist ein Schloss im Stil der italienischen Renaissance und befindet sich nordwestlich vom Schloss Sanssouci im Park.

Orangerie im Park Sanssouci in Potsdam | Bau und Architektur

Die Orangerie im Park Sanssouci wurde 1851 bis 1860 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. durch Persius erbaut. In dem 330 m langen Bau spiegelt sich die italienische Renaissance wieder. Der westliche, linke Seitenflügel diente im Winter zur Beherbergung der tropischen Pflanzen. Der rechte Seitenflügel war mit fünf Gästezimmer ausgestattet. Außerdem hat die Orangerie einen Saal, den Raffaelsaal im Mittelbau.

Grundriss, Aufriss, Orangerieschloss, Potsdam
Entwurf von Ludwig Persius für die Neue Orangerie, um 1840/43 (Ludwig Persius – Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg: Ludwig Persius…, S. 123)

Das Orangerieschloss wurde im Stil der italienischen Renaissance gebaut. Es entstand nach Entwürfe der Architekten Friedrich August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse. Die Skizzen dazu fertigte Friedrich Wilhelm IV.  selbst an. Das Orangerieschloss wird auch auch Neue Orangerie genannt.

Raffaelsaal in der Orangerie

Der Raffaelsaal im Mittelbau hat viel Ähnlichkeit mit der Sala Regia im römischen Vatikan. Dieser war mit 67 Kopien des Renaissancemalers Raffael bestückt und erhielt auch von ihm den Namen.

Im Westlichen Teil findet sich ein Turm wieder, der eine Aussicht auf das Neue Palais oder auf das Belvedere möglich macht.

Weitere Räume in der Orangerie

Die Orangerie verfügt über zwei Seitenflügel, welche über fünf (Gäste)zimmer verfügen. Die Gästezimmer sind ebenfalls mit Gemälden, Plastiken und Kunsthandwerk ausgestattet. Diese sind aber vorwiegend von deutschen Künstlern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In den Gästezimmern sollen die  Könige von Italien und Rumänien sowie die Schah von Persien gewohnt haben.

Zimmer im östlichen Flügel

Lapislazulizimmer

Im Ostteil grenzt das Lapislazulizimmer an. Es ist der Vorraum zum Malachitzimmer. Seinen Namen hat es von dem dominierenden Blau der Polsterstühle und Vorhangstoffe mit Goldverzierungen, das der Farbe des blauen Schmucksteins angepasst wurde.

Malachitzimmer

Das Malachitzimmer war als Wohn- und Schlafzimmer vorgesehen. Der Namen des Zimmers stammt von den zahlreichen Gegenständen, welche aus Malachit gearbeitet sind. Der Kamin im Malachitzimmer war ein Geschenk des Zaren.

Zimmer im westlichen Flügel

Bernstein- oder Elfenbeinfarbige Zimmer

Ähnlich wie das Lapislazulizimmer handelt es sich hier um den Vorraum des Zimmers. Der Name kommt von der elfenbeinfarbene, mit Goldornamenten verzierte Holzverkleidung der Wände sowie den Bernsteinarbeiten an Spiegelrahmen und Tischplatten.

Boullezimmer

Das angrenzende Boullezimmer war ein Wohn- und Arbeitszimmer. Namesgeber für den Raum ist der Kunsttischlers André-Charles Boulle, denn der Raum ist mit den namengebenden Boullemöbeln ausgestattet. Sonst ähnlelt das Boullezimmer dem Malachitzimmer. Auch hier ist die Wand- und Deckengestaltung mit rotem Seidendamast bespannten Wandflächen und der weiß lackierten Holzverkleidung im unteren Bereich gestaltet.

Grüne Schlafzimmer

Mit einer weiß lackierte Holzverkleidung mit aufgesetzten Goldornamenten aus klassizistischen Palmetten und Akanthusblättern sowie Blütenornamenten im Stil des Rokoko gestaltete Grüne Schlafzimmer diente als Gäste- und Schlafzimmer.

Adresse

An der Orangerie 3-5, 14469 Potsdam

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Weitere Informationen erhalten sie auf der offiziellen Seite der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

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