Stadtschloss Potsdam am Alten Markt

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Potsdamer Stadtschloss

Das Stadtschloss Potsdam steht am Alten Markt in Potsdam und ist eine äußerliche  Rekonstruktion des 1945 zerstörten und zu DDR-Zeiten abgetragenen Schlossbaus. Im Januar 2014 wurde der Wiederaufbau eingeweiht und dient heute als Sitz des Landtages Brandenburg. Der sehr schlichte, funktionale Innenausbau wurde von Peter Kulka entworfen. Heute ist das Schloss wieder eine der vielen Sehenswürdigkeiten Potsdams.

Potsdamer Stadtschloss
Potsdam.- Stadtschloss mit Fortunaportal vom Turm der Nikolaikirche (Foto: Baur, Max)

Geschichte des Potsdamer Stadtschlosses

Das ursprüngliche Stadtschloss entstand überwiegend bis 1752 nach Plänen unter dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff sowie unter Mitwirkung des Bauherrn Friedrich des Großen (Friedrich II.). Es war der wichtigste Bau bis zu der Zerstörung im Potsdamer Stadtzentrum.

Die Baugeschichte reicht aber weiter zurück. Bereits im 13. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Burg, aus welcher sich später das Stadtschloss entwickelte. Dies erfolgte insbesondere nach der Übernahme von Kurfürstin Katharina und später durch Kurfürst Friedrich Wilhelm, welcher Potsdam (nach Berlin) 1660 zu seiner zweiten Residenz machte. Er ließ 1662 bis 1669 anstelle des alten Bauwerks ein neues Schloss errichten. Dies erfolgte vermutlich durch Johann Gregor Memhardt. Vorbild der Außenarchitektur waren holländische Vorbilder.

Umbauten und Erweiterungen des Potsdamer Stadtschloss

In den folgenden Jahren erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen des Stadtschlosses. Unter anderem die Verlängerung des Seitenflügels bis zum Alten Markt in den Jahren 1679 bis 1682 nach Plänen von Michael Matthias Smidts und Johann Arnold Nering.

Auch Friedrich I. ließ Umbauten vornehmen. In dieser Zeit entstand das Fortunaportal als wirkungsvoller Abschluss. Von 1746/47 bis 1752 wurde das Stadtschloss dann nach größeren Arbeiten nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zu einer Winterresidenz des Königs ausgebaut. Am Ende bot das Schloss eine einheitliche architektonische Gliederung mit reichen klassischen Schmuck und einer auffälligen Farbgebung. Das Schloss hatte ein rot gestrichenes Mauerwerk, gelbe Architekturteilen und ein blaues Kupferdach.

Stadtschloss, Luftbild, Potsdam
Luftbild vom Alten Markt mit dem Potsdamer Stadtschloss (Quelle unbekannt)

Innenräume des Potsdamer Stadtschlosses

Das königliches Schloss hatte mehrere Innenräume und Säle. Zu nennen sind das Treppenhaus, der Marmorsaal, der Bronzesaal, das Konzertzimmer, das Konfidenztafelzimmer, das Marschalltafelzimmer, das Schreibkabinett, Speisezimmer mehrere Schlafzimmer und Wohnungen.

Zerstörung und Wiederaufbau

Das Potsdamer Stadtschloss wurde im Krieg schwer beschädigt. Bei einem Luftangriff brannten das Stadtschloss sowie weite Teile seiner näheren Umgebung bis auf die Außenmauern nieder. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen beschloss due SED-Führung im Mai 1959 den Abriss der Ruine, um an dieser Stelle ein Karl-Liebknecht-Forum zu schaffen. Anfang 1960 erfolgte die Sprengung des Schlosses.

Ab 1991 begannen die Diskussionen um den Wiederaufbau des Stadtschlosses. Jedoch konkretisierte sich dies erst nachdem der Potsdamer Günther Jauch sowie weitere Sponsoren mit Spenden das Fortunaportal originalgetreu wiederherstellen ließen. Im Mai 2005 wurde die Entscheidung getroffen bis 2011 einen neuen Landtag in den Um- und Aufrissen des historischen Potsdamer Stadtschlosses zu errichten. Dieser wurde 2014 fertiggestellt.

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Adresse

Am Alten Markt 1
14467 Potsdam

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Im Regelbetrieb sind der Landtagsinnenhof, das Knobelsdorff-Treppenhaus, das Foyer mit einem interaktiven Gebäudemodell und einer Cafeteria sowie die Landtagskantine und die Dachterrasse werktäglich (Mo.–Fr.) ohne Voranmeldung öffentlich zugänglich.
Der Landtagsinnenhof ist im Regelbetrieb täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Das Knobelsdorff-Treppenhaus, die Ausstellungen im Landtag und das Foyer mit einem interaktiven Gebäudemodell sind montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr zugänglich.
Bitte informieren Sie sich für Ihren Besuch auf der Website https://www.landtag.brandenburg.de
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